Archiv der Kategorie: Kleider

Katastrophen-Bluse

Es war einmal eine Bluse, die wollte nicht fertig genäht werden. Nach mehreren Anläufen, Ausrutscher und etlichem Auftrennen habe ich es nun aber doch noch geschafft: Die Bluse ist endlich fertig.

Katastrophen-Bluse

Angefangen hat die Geschichte bereits schon 2011. Ich fand diesen tollen Stoff, lud zuhause das Schnittmuster von BurdaStyle herunter und fing an zu nähen. Alles kein Problem. Die Rüschen habe ich weggelassen, da der Stoff an sich schon sehr dominant war und die Ärmel habe ich verlängert, indem ich sie einfach so lange wie meinen Arm gezeichnet habe.

BurdaStyle Blouse 6009

BurdaStyle Blouse 6009

Nach einer erfolgreichen Shoppingtour mit meiner Schwester habe ich dann wunderschöne und perfekt passende Knöpfe für die Bluse gefunden, die natürlich sofort und ebenfalls ohne Schwierigkeiten angenäht wurden. Danach mussten nur noch der Saum und die Manschetten gemacht werden. Da ich die Ärmel verlängert habe, musste ich die Manschetten zwangsläufig ohne Schnittmuster machen, was für mich eine Premiere war. Deshalb schob ich das zuerst einmal hinaus und wollte den Saum nähen.

Katastrophen-Bluse

Und nun fingen die Probleme an. Der Saum wollte einfach nicht, wie ich wollte. Nach gefühlten tausend Mal auftrennen, landete die Bluse erstmal in der Ecke und blieb dort eine ganze Weile lang. Irgendwann entschied ich mich, die Manschetten doch in Angriff zu nehmen und konsultierte BurdaStyle. Das war dann doch einfacher als gedacht und ich hatte im Nu meine ersten Manschetten samt Ärmelschlitz.

Katastrophen-Bluse

Nach diesem Erfolgserlebnis wagte ich mich erneut an den Saum, vergeblich. Ich brachte kaum eine gerade Naht zustande, der Stoff liess sich nicht in Form bügeln und das Ergebnis war irgendeine wellenartige Gerade. Also flog das gute Stück zurück in die Ecke.

Katastrophen-Bluse

2014 erwähnte ich die Bluse erstmals als UFO auf diesem Blog, da sie noch immer unverändert und ohne Saum in der Ecke lag. Dann jedoch wagte ich mich 2015 noch einmal an das Projekt. Ich ging das Problem dieses Mal strukturierter an. Die Strategie war ein Stück bügeln, ein Stück nähen, ein Stück bügeln, ein Stück nähen, … . Das klappte ganz gut. Ich habe mir Zeit gelassen und mich über mehrere Tage immer wieder ein wenig mit dem Saum befasst. Danach passierte auf den letzten Zentimetern die grosse Katastrophe: Ich hab die Hitze vom Bügeleisen nicht kontrolliert und schmolz prompt den Stoff am Saum. Wie ihr erraten könnt, flog die Bluse erneut in die Ecke.

Katastrophen-Bluse

Die Bluse habe ich nach diesem Vorfall beinahe aufgegeben. Nun stand ich vor dem Problem, dass ich ein grosses Stück Stoff abscheiden musste, bevor ich mich erneut an den Saum wagen konnte. Ich stellte mir lange die Frage, ob die Bluse dann noch lange genug wäre, um den Saum noch einmal in Angriff zu nehmen. Irgendwann gab ich ihr eine letzte Chance. Und wie durch ein Wunder klappte es ohne grösseren Zwischenfälle. Der Saum musste zwar abermals einige Male aufgetrennt werden, aber im grossen und ganzen ist er recht ansehnlich geworden.

Katastrophen-Bluse

Zumindest kann ich nun ein Ufo von meiner Liste streichen und mich erfreulicheren Dingen widmen. Ob ich die Bluse schlussendlich tragen werden, weiss ich nicht, denn sie ist tatsächlich sehr kurz, aber ein lehrreiches Übungsstück war sie allemal. 😉

Katastrophen-Bluse

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Kleidertrenntag

Kleidertrenntag. Ich hab kein besseres Wort gefunden. Das erste Mal in meinem Nähleben, musste ich mich von meinen selbst genähten Sachen trennen. Das war härter als erwartet. Jedes Jahr (fast 😉 ) im Frühling räum ich meinen Kleiderschrank aus und beginne mit aussortieren. Alles was kaputt, zu klein oder einfach nicht getragen wird, kommt weg oder in die Kleidersammlung. Und dieses Jahr waren auch zwei selbst genähte Teile aus meiner Anfangs-Nähzeit dabei.

early makes

Das blaue Top ist #111a aus dem BurdaStyle-Heft 07/2010. Es war aber von Anfang an etwas zu kurz. Trotzdem habe ich es behalten und immer wieder gerne getragen. Nach einigen Waschgängen ist es dann aber noch einmal eingegangen, so dass ich es nun schon seit ewiger Zeit nicht mehr anhatte. Deshalb habe ich es schweren Herzens in die Kleidersammlung gegeben, in der Hoffnung, dass es noch jemand brauchen kann. Die aufgeklebten Steine waren übrigens mein erster Versuch mit waschfestem Leim und halten noch immer.

sequined dress

Das schwarze Kleid war mein erstes Kleid überhaupt. Natürlich konnte ich damals nicht einfach einen normalen Stoff nehmen, sondern verwendete einen mit Pailletten. Die waren aber sehr biegsam und elastisch, so dass er einfach zu handhaben war. Das Schnittmuster ist das Tunika-Kleid E993 aus EasyFashion von BurdaStyle. Wenn ihr die Nummer zusammen mit Burda googelt, findet ihr es samt Anleitung gratis im Internet. Als ich das Kleid nähte, konnte ich den Schnitt noch direkt von BurdaStyle kostenlos downloaden. Das haben sie anscheinend in der Zwischenzeit geändert. Das Kleid hab ich so oft getragen, dass bereits viele Pailletten an den Schultern und am Rücken fehlten. Desshalb habe ich es nach langem Hin und Her weggegeben.

Bei beiden Kleidungsstücken war das extrem schwer, am liebsten hätte ich sie weiterhin behalten, auch ohne anzuziehen. Allerdings habe ich mich nun nach mehreren Jahren doch dazu durch gerungen, sie in die Kleidersammlung zu geben und hoffe, dass vielleicht jemand anderes Freude daran hat. Kennt ihr dieses sentimentale Festhalten an selbst genähten Stücken? Habt ihr schon einmal etwas von euch weggegeben?

Felicity Bluse

Es wird Frühling! Gestern konnte ich sogar ohne zu frieren meine neue, kurzärmelige Bluse anziehen, was vor einer Woche noch nicht möglich gewesen wäre. Warum das wichtig ist? Eigentlich habe ich bei der Selfish sewing week mitgemacht, in der man während einer Woche für sich selbst näht. Nur hat meine Bluse 2 Wochen gedauert… Dafür hab ich die Bluse gestern Abend schon zum ersten Mal zum Abendessen ausgeführt.

stylearc felicity blouse

Das Schnittmuster ist die Felicity Blouse von styleARC aus Australien. Ich bin beeindruckt, wie viele Schnittmuster sie produzieren. Das kann man beinahe schon mit BurdaStyle vergleichen. Und doch habe ich lange nichts von ihnen gewusst. Auch google gibt noch nicht viel her. So habe ich im Web nur gerade 3 andere Versionen von der Felicity Bluse gefunden.

StyleARC Felicity Blouse

StyleARC Felicity Blouse

Wie ihr seht, habe ich die Taschen rechteckig gemacht, da ich die runde und geraffte Version auf dem Schnittmuster für meine Bluse etwas zu süss fand. Der Stoff besteht aus Viskose. Die Anweisungen ähneln der von BurdaStyle. Wo sich Sewaholic, named und Co. richtig Mühe geben und jeden Schritt auch visuell darstellen, gibt es bei StyleARC nur schriftliche Anweisungen und wenige Graphiken bei schwierigeren Schritten. Allerdings sind die Bilder sehr allgemein gehalten und stimmen nicht unbedingt mit den einzelnen Schnittmusterteilen zusammen. Ich hab mich da einfach an die Markierungen gehalten und das hat prima geklappt.

Zudem ist es sehr speziell, dass nur eine Grösse bestellt werden kann. StyleARC listet zwar schön ihre Masstabelle auf, allerdings war das etwas hart für mich, da ich mich beim Brustumfang bei einer 10, bei der Taille bei einer 6 und bei der Hüfte schlussendlich bei einer 8 befand. Ich beschloss dann auch eine 8 zu bestellen und meine erste Grössenanpassung beim Brustumfang zu machen. Das hat dank dieser Anleitung von BurdaStyle auch tiptop geklappt, obwohl ich sehr skeptisch gewesen bin.

stylearc felicity blouse

Der Brustumfang stimmt nun perfekt. Das hätte ich von meiner ersten Anpassung nicht erwartet. Die BurdaStyle-Anleitung sagt zwar, wo man die Weite und Länge hinzugeben soll, aber nicht wie viel. Google hat mir da auch nicht weitergeholfen und es war schlussendlich ein Ratespiel. Ich hab die Differenz meiner Oberweite zum Schnittmuster zur Weite hinzu gegeben, geteilt durch zwei, weil ich das ja auf jeder Seite gemacht habe. Bei der Länge hatte ich keine Ahnung. Also habe ich die Hälfte der Differenz auch da genommen und irgendwie scheint es geklappt zu haben.

stylearc felicity blouse

Wie man auf dem Bild sieht, stimmt dafür der Rücken noch nicht ganz. Ich hätte da wohl die Abnäher weiter machen sollen, damit auch die Taille angepasst gewesen wäre.

stylearc felicity blouse

Naja, beim nächsten Mal dann. Schönen Frühlingsanfang!

Leder-Tellerrock

Tadaa, ich hab einen Rock gemacht; einen 1 1/4 Tellerrock.

faux leather skirt

Ja richtig, dieser Rock besteht aus mehr als nur einem Kreis. Kennt ihr das auch, dass Tellerröcke hinten nicht gleich schön fallen wie vorne? Bei mir ist das immer der Fall. Deshalb habe ich die vordere Hälfte zu einem Halbkreis geschnitten und die hintere Hälfte zu einem 3/4 Kreis. War ein wenig eine Rechnerei, aber schlussendlich ist alles aufgegangen.

faux leather skirt

Den Reissverschluss hab ich so eingesetzt, dass er sichtbar ist. Das war das erste Mal, das ich das so gemacht habe. Mit ein bisschen Hilfe von youtoube und Internet war das aber kein Problem.

faux leather skirt

Der Bilderkurs auf burdastyle.de (ab S. 7) wie man einen Reissverschluss sichtbar einsetzt, hat mir sehr geholfen. Zuerst war das künstliche Leder etwas widerspänstig, da es ein wenig dehnbar ist. Deshalb hat es mir den Stoff erst einmal verzogen und der Reissverschluss passte natürlich nicht mehr rein. Mit sehr viel Geduld hat dann aber doch noch alles geklappt. Vor lauter Falten sieht man den Reissverschluss aber kaum.

faux leather skirt

Der Saum hat sich dann auch noch mehrmals verzogen, so dass ich länger an dem Tellerrock hatte, als ich gedacht habe. Leider hab ich ihn nicht überall ganz perfekt hingekriegt. Manchmal wollte es einfach nicht. Aber das sieht man eigentlich fast gar nicht, nur wenn man ganz genau hinschaut. Inmitten all der Falten ist sowieso beinahe nichts mehr zu erkennen.

faux leather skirt

Ich habe auf einen Bund verzichtet, was im Nachhinein nicht ganz optimal war. Der Metall-Reissverschluss ist recht schwer und zieht deshalb den Rock an dieser Stelle etwas herunter. Mit einem Bund wäre das wahrscheinlich nicht passiert. Naja, ich trage halt immer etwas darüber, dann sieht mans nicht.

faux leather skirt

Und zum Abschluss noch das offizielle Herumwirbelfoto 😉

faux leather skirt

Laurie T-Shirt

Dieser Beitrag ist Teil vom Summer Stashbust 2014 und ist deshalb zweisprachig.

Kennt ihr die Schnittmuster von Named? Das ist ein finnisches Label von zwei Schwestern. Mir haben die Muster sehr gut gefallen. Deshalb stand ausser Frage, dass ich etwas von ihnen ausprobieren musste.

Do you know the patterns of Named? It’s a Finnish label of two sisters. I really like their patterns. That’s why I had to try them.

houndstooth tee

Named Laurie Striped Tee

Ich habe noch keine grosse Erfahrungen mit Indie Label. Neben Sewaholic nähe ich eigentlich nur mit Schnittmustern von BurdaStyle. Trotzdem hat es mir das Laurie T-Shirt von Named sehr angetan. Mit zwei, drei Klicks hatte ich dann auch schon das PDF in meinem Postfach und konnte mit dem Zusammenkleben der einzelnen Seiten beginnen.

I have only little experience with indie labels. Beside Sewaholic, I mostly sew patterns of BurdaStyle. However, I like the Laurie Striped Tee of Named very much. Just a couple of clicks later I had my pdf pattern and I could start to put the sheets together.

Die Anleitung ist wie bei Sewaholic super mit vielen Bildchen illustriert. Sie gibt es zwar nur auf finnisch oder englisch, aber man kommt dank den Bildern auch so gut klar. Das Nähen ist dann auch sehr einfach und verständlich und geht ziemlich schnell. Ich hab seit langem wieder einmal mit einem dehnbaren Stoff gearbeitet, aber es ging alles ruckzuck. Sogar das Nähen mit der Zwillingsnadel war kein Problem.

The instructions are like the one of Sewaholic with many pictures illustrated. It’s in Finnish and English only, but thanks to the pictures, there is not much explanation needed. Sewing the tee was easy, comprehensible and really fast. Since a long time, I worked with a elastic fabric again. But everything went smoothly. Even sewing with a twin needle was no problem.

houndstooth tee

Leider sieht man wegen dem Muster die Streifen kaum. Ich muss wohl nächstes Mal ein halbtransparenter Stoff nehmen, damit das Design zur Geltung kommt. Aus der Nähe sieht man sie aber tiptop, weshalb mich das nicht weiter stört und eher zum Überraschungseffekt beiträgt. 😉

Unfortunately, the stripes are almost invisible due to design of the fabric. Next time, I have to choose a semitransparent one. However, the stripes are pretty obvious when standing close. So it doesn’t bother me very much because it’s more of a surprising effect. 😉

houndstooth tee

Der Stoff ist aus Lycra, den ich auf meiner Reise nach San Francisco im April mitgenommen habe. Ich weiss nicht, ob es der beste Stoff für ein T-Shirt ist, da es normalerweise eher für Badehosen und ähnliches gebraucht wird. Aber es fühlt sich toll an und muss nicht gebügelt werden. Zwei Pluspunkte würde ich sagen. Zudem hab ich noch etwa einen Meter übrig. Vielleicht gibts daraus ja wirklich noch die passende Badehose…

The fabric is Lycra, which I’ve bought on my trip to San Francisco back in April. I know, it’s maybe not the best choice for a tee, because this fabric is normally used for bathing suits and similar clothing. But it feels great when worn and I don’t have to iron it: Two pluses in my book! Furthermore, I have around one meter left. I may even sew a bikini for real…

houndstooth tee

Türkis und Silber Ballkleid

Es war wieder einmal so weit: Alle zwei Jahre findet an der Universität ein Ball statt. Dresscode: Abendkleidung. Ich habe mir bereits vor zwei Jahren ein Ballkleid geschneidert. Dieses Jahr versuchte ich mich erneut daran. Das Problem war allerdings, dass ich am Freitag vor dem Ball eine Prüfung schreiben musste. Faktisch hatte ich also genau 1.5 Tage, um das Kleid fertig zu kriegen. Jede Lernpause verbrachte ich dann auch mit zuschneiden und nähen. Bis am Freitag kam mit diesem 15 Minuten-Schneidern ein angefangenes Oberteil zu Stande.

Ball gown: Top

Sewaholic Cambie

Das war allerdings nur möglich, weil ich den Schnitt schon zum dritten Mal benutzt habe. Das Schnittmuster ist Cambie von Sewaholic. Bereits letztes Jahr habe ich daraus zwei völlig unterschiedliche Kleider gezaubert. Deshalb habe ich mich auch für diesen Schnitt entschieden, um mir daraus ein Ballkleid zu schneidern.

Am Freitag Abend war dann auch schon der Rock am Oberteil. Jedoch fehlte noch das Futter für das Oberteil und die Träger. Der Rock besteht aus einem simplem Dreiviertel-Kreis. Dafür war aber der Saum uuuuuneeeendlich lang.

Ball gown: dress

Am Samstag verstürzte ich das Oberteil mit dem Futter, nähte den Reissverschluss ein und die Träger an. Dann musste ich eine Pause einlegen, weil ich mir die Haare frisieren liess. Danach ging es weiter mit dem Saum. Nachdem ich den überall schön gleichmässig abgeschnitten hatte, musste ich ihn nur noch umnähen. Zum Schluss bin ich 1.5 Stunden vor Ballbeginn fertig geworden und konnte mich noch gemütlich schminken und zu Abend essen. Timing oder Glück?

Turquoise and silver ball gown
Turquoise and silver ball gown

Rock Parade

Meine Schwester ist zurzeit in einem Aupair-Jahr in den USA. Wir skypen ziemlich oft und zwischendurch kommt auch das kleine Mädchen der Gastfamilie dazu. So hat sie mitbekommen, dass ich gerade den Marinerock am Nähen war. Als meine Schwester und das Gastmädchen den Stoff für ein neues Projekt sahen, wollten sie beide einen Rock daraus. Habt ihr schon einmal etwas nur anhand der Masse genäht, ohne dass diejenige Person es zwischendurch anprobieren konnte?

Skirt Parade

BurdaStyle 05/2012 #118

Das Schnittmuster ist die Nummer 118 aus dem BurdaStyle Magazin 05/2012. Änderungen habe ich keine gemacht. Die hinteren Taschen sind nur aufgenäht, diese habe ich bei der kleineren Version weggelassen. Den Schnitt gibt es lediglich in Damengrösse. Ich hab einfach alles proportional verkleinert, bis das Schnittmuster auf die Masse des Gastmädchens gepasst haben. Das hat sehr gut geklappt. Bei der Version für meine Schwester habe ich den Fehler gemacht, den Bund nicht zu verstärken. Deshalb musste ich dort zusätzlich zum Druckknopf mit Häckchen arbeiten, damit alles zusammenhält. Bei der Version für das Mädchen habe ich den Bund mit Vlies verstärkt und anstatt einen Druckknopf angenäht, einen reingehämmert. Dafür sieht man den Knopf jetzt von aussen. Weil der aber farblich gut passt, stört mich das nicht weiter.

Skirt Parade

Beide Versionen haben vorne Taschen, die man dank den Falten fast nicht sieht. Leider habe ich beim kleineren Rock die Fältchen etwas anders gelegt. Jetzt ist er nicht ganz symmetrisch. Gesehen habe ich das erst, als der Rock schon fast fertig war. Deshalb hab ich es dabei belassen.

Skirt Parade

Die Röcke sind gefüttert, weil der Stoff nicht ganz blickdicht ist. Den Saum habe ich einfach so mit einem Eulenband abgesteppt. Zum Schluss ging alles ganz schnell. Die beiden Röcke konnte ich noch kurz fotografieren, bevor ich sie einpackte und meinen Eltern mitgab. Diese haben meine Schwester für ein paar Tage besucht und ihr und dem Gastmädchen die Röcke mitgebracht. Sie haben sich riesig gefreut. Und passen tun sie auch!

Skirt Parade

Marinerock

Den Trenchcoat hab ich erstmals in eine Ecke geschmissen. Ich brauchte dringend eine Pause davon. In der Zwischenzeit habe ich mir etwas einfacheres vorgenommen, dachte ich jedenfalls…

Marinerock

Der Rock ist aus dem BurdaStyle Sewing Handbook. Eigentlich besteht der aber aus einem Unter- und einem Überrock.

BurdaStyle Sewing Handbook: Our Skirt

Die obere Schicht hatte ich aus weissem, durchsichtigen (Vorhang-) Stoff geplant, auf dem wunderschöne weisse Blüten gestickt sind. Beim ersten Versuch hab ich da aber erst einmal ein Loch rein gemacht. Beim zweiten Mal hab ich dann den nahtverdeckten Reissverschluss völlig falsch eingesetzt und als ich ihn endlich wieder rausgenommen hatte, waren da erneut Löcher (dieser Stoff ist aber auch empfindlich!).

Zu einem dritten Versuch kam es schlussendlich nicht mehr. Ich kaufte mir weisses Band und nähte es auf meinen unteren Rock.

Marinerock

Der Schnitt ist eigentlich ganz einfach. Er besteht aus zusammengenähten Streifen. Obenrum ein Band ran und voilà der Rock ist fertig.

Marinerock

Diese Version gefällt mir auch sehr gut, trotz den vielen Hindernissen auf dem Weg dahin. Entschuldigt die vielen Falten, ich habe die Fotos erst nach einer Fahrradtour an den Bodensee geschossen. Den Stoff habe ich, wie der ruinierte Oberstoff, in der Vorhangabteilung im xxxLutz gekauft. Im Ausverkauf bekommt man so 3 Meter Stoff für etwa 2-5 Euro.

Marinerock

Nun widme ich mich wieder dem Trenchcoat. Falls ich nicht weiterkomme, schneidere ich halt noch einen Rock.

Trenchcoat: Raglan-Ärmel

Der Trenchcoat macht noch keine Fortschritte. Ich habe die Probleme mit dem Ärmel versucht zu umgehen, indem ich einen Raglan-Ärmel konstruiere. Hat leider nicht funktioniert. Die Bewegungsfreiheit scheint zwar in Ordnung zu sein, dafür wirft er komische Falten.

Trenchcoat2

Zudem habe ich die Naht zu weit nach vorne gezogen. Ich muss diese also noch mehr abschrägen.

raglan sleeve

Nun habe ich zwei verschiedene Ärmel, die beide nicht passen. Mal schauen, ob ich das einigermassen hinkriege…

Dafür habe ich diese Woche ein cooles Armband bekommen. Es ist zwar nicht selbst gemacht, aber wer will schon kein Reissverschluss an seinem Handgelenk tragen?

zipper braceletzipper bracelet

Trenchcoat: Inspiration

Mein Freund ist schon lange auf der Suche nach einem klassischen Trenchcoat. Allerdings hatte er bisher an jedem etwas auszusetzen und wenn nicht, war der Mantel einfach zu teuer. Deshalb habe ich mir einmal einige Trenchcoats im Internet angeschaut.

Herausgefunden habe ich, dass der ursprüngliche Trenchcoat ein doppelreihiger Mantel aus Gabardine ist. Der Storm Patch (keine Ahnung wie das Ding auf deutsch heisst) ist bei den Männern auf der rechten Seite.

Auf der Suche nach einem geeigneten Schnittmuster bin ich nur auf Vogue gestossen. Dieses ist aber einfach gerade geschnitten und es fehlen verschiedene Details, die den Trench ausmachen. Ein Trenchcoat Schnittmuster für Frauen habe ich bereits in der Burda Style Ausgabe 11/2012 zu Hause. Deshalb habe ich gedacht, ich könnte mich grundsätzlich daran zu halten.

Allerdings stimmt ein Trenchcoat für eine Frau, abgesehen von der Grösse, nicht mit demjenigen für einen Mann überein. So hat der Frauen-Trench Wiener Nähte und ist um einiges taillierter.

Schliesslich machte ich mich auf die Suche nach einem Grundschnittmuster, das ich leicht abändern könnte. Die Idee selbst eines zu erstellen schien mir nämlich zu riskant, da ich das noch nie gemacht habe und nicht weiss wie ich das hätte angehen sollen. Zurzeit scheint mir ein vorhandenes Schnittmuster die einfachere Variante.

Ralph Pink bietet ein Schnittmuster zu einer leicht taillierten Jacke gratis zum Download an. Ich habe bisher die Seitennähte nach hinten versetzt, die vordere Mitte an einen Mantel angepasst, da sich dieser ja überlappt und angefangen den Ärmel einzusetzen und anzupassen.

Schnittmuster1

Eigentlich passt das Ganze von der Grösse her schon recht gut. Es sieht aber noch eher aus wie ein Nachthemd, als ein Mantel. Es fehlen auch noch Kragen und Details.

Trenchcoat1

Der Ärmel macht noch nicht ganz mit. Am Anfang war der Umfang am Oberarm zu klein. Das habe ich verändert, musste aber deshalb auch das Armloch vergrössern. Jetzt stimmt zwar die Grösse, dafür ist aber das Armloch viel zu gross. Hier muss ich wohl noch ein bisschen tüfteln. Irgendwelche Ideen?